Das elektronische Fernsehen wurde erstmals am 7. September 1927 in San Francisco erfolgreich vorgeführt. Das System wurde von Philo Taylor Farnsworth entworfen, einem 21-jährigen Erfinder, der bis zu seinem 14. Lebensjahr in einem Haus ohne Strom gelebt hatte.

Noch während seiner Schulzeit hatte Farnsworth begonnen, ein System zu konzipieren, das bewegte Bilder in einer Form erfassen konnte, die auf Radiowellen kodiert und dann wieder in ein Bild auf einem Bildschirm umgewandelt werden konnte. Boris Rosing in Russland hatte 16 Jahre vor Farnsworths erstem Erfolg einige grobe Experimente zur Übertragung von Bildern durchgeführt. Auch ein mechanisches Fernsehsystem, das Bilder mit Hilfe einer rotierenden Scheibe mit spiralförmig angeordneten Löchern abtastete, war bereits in den 1920er Jahren von John Logie Baird in England und Charles Francis Jenkins in den Vereinigten Staaten demonstriert worden. Farnsworths Erfindung, die Bilder mit einem Elektronenstrahl abtastete, ist jedoch der direkte Vorfahre des modernen Fernsehens. Das erste Bild, das er damit übertrug, war eine einfache Linie. Bald richtete er seine primitive Kamera auf ein Dollarzeichen, weil ein Investor gefragt hatte: „Wann werden wir in diesem Ding ein paar Dollar sehen, Farnsworth?“

Das frühe Fernsehen war ziemlich primitiv. Die ganze Action des ersten im Fernsehen übertragenen Baseballspiels musste von einer einzigen Kamera eingefangen werden, und die Beschränkungen der frühen Kameras zwangen die Schauspieler in den Dramen, unter unmöglich heißem Licht zu arbeiten, schwarzen Lippenstift und grünes Make-up zu tragen (die Kameras hatten Probleme mit der Farbe Weiß). Die frühen Nachrichtensendungen auf CBS waren „Kreidegespräche“, bei denen ein Nachrichtensprecher einen Zeiger über eine Karte von Europa bewegte, das damals vom Krieg heimgesucht wurde. Die schlechte Bildqualität machte es schwierig, den Nachrichtensprecher zu erkennen, geschweige denn die Karte. Der Zweite Weltkrieg verlangsamte die Entwicklung des Fernsehens, da Firmen wie RCA ihre Aufmerksamkeit auf die militärische Produktion richteten. Der Fortschritt des Fernsehens wurde außerdem durch einen Kampf um Wellenlängenzuweisungen mit dem neuen UKW-Radio und einen Kampf um staatliche Regulierung verlangsamt. Die Entscheidung der Federal Communications Commission (FCC) von 1941, dass die National Broadcasting Company (NBC) eines ihrer beiden Radionetzwerke verkaufen musste, wurde 1943 vom Supreme Court bestätigt. Das zweite Netzwerk wurde die neue American Broadcasting Company (ABC), die Anfang des nächsten Jahrzehnts ins Fernsehen einsteigen sollte. Sechs experimentelle Fernsehstationen blieben während des Krieges auf Sendung – je eine in Chicago, Philadelphia, Los Angeles und Schenectady, N.Y., und zwei in New York City. Der kommerzielle Fernsehbetrieb begann in den Vereinigten Staaten jedoch erst 1947.

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